Bootstour Friesland
vom 20.08. bis 29.08.2019

Inhaltsverzeichnis

Dienstag, 20.08.2019  -  Hinreise bis Utrecht

Mittwoch, 21.08.2019  -  Reise Utrecht - Sneek und Kurzetappe nach Sneek Zentrum

Donnerstag, 22.08.2019  -  Sneek - Yachtcharter - Heeg

Freitag, 23.08.2019  -  Heeg - Stavoren - Makkum

Samstag, 24.08.2019  -  Makkum - Bolsward - Wommels

Sonntag, 25.08.2019  -  Wommels - Berlikum - Oude Leije

Montag, 26.08.2019  -  Oude Leije - Bartlehiem - Aldtsjerk - Leeuwarden

Dienstag, 27.08.2019  -  Leeuwarden - Grou - Sneek

Mittwoch, 28.08.2019  -  Sneek Bootsabgabe und Reise nach Amsterdam

Donnerstag, 29.08.2019  -  Rückreise von Amsterdam


Dienstag, 20.08.2019  -  Hinreise bis Utrecht

Und schon wieder geht's nach Friesland. Diesmal mit Michael. Für ihn ist das Neuland. Ich hoffe natürlich, dass es ihm auch gefällt.

Wir treffen uns in Basel Badischer Bahnhof im ICE nach Frankfurt.

Im ICE zwischen Basel und Frankfurt

Der ICE nach Frankfurt wird zwischen Mannheim und Frankfurt wegen einer Fahrleitungsstörung über die Rhein-Nekar-Strecke umgeleitet. So erhalten wir in Frankfurt eine Ankunfts-Verspätung von 40 Minuten. Wir haben aber genügend Reserve eingeplant, sodass wir in Frankfurt gemütlich eine Pizza essen können und dann immer noch den ICE Richtung Amsterdam erwischen. Zwischen Frankfurt und Köln sind wir ziemlich schnell unterwegs.

Im ICE zwischen Frankfurt und Köln

Wir kommen fast pünktlich in Utrecht an. Dort steigen wir aus und beziehen unsere Zimmer im NH Hotel, unmittelbar beim Bahnhof Utrecht Centraal.

Ankunft in Utrecht an der Centraal Station

Hier im NH Hotel in Utrecht übernachten wir von Dienstag auf Mittwoch

Aussicht aus dem 14. Stock des NH Hotels in Utrecht

Nachtessen im Los Argentinos an der Oude Gracht in Utrecht

An der Oude Gracht in Utrecht


Mittwoch, 21.08.2019  -  Reise Utrecht - Sneek und Kurzetappe nach Sneek Zentrum

Am Mittwoch Vormittag reisen wir von Utrecht mit einem Intercity nach Leeuwarden und von dort mit einem Arriva-Sprinter nach Sneek. Ein Taxi bringt uns vom Sneeker Bahnhof zur Basis von Yachtcharter Sneek.

Im Intercity von Utrecht Centraal nach Leeuwarden

Wir sind etwas mehr als eine Stunde zu früh und müssen deshalb noch etwas warten, bis unser Boot bereit ist. Um 15:00 erhalten wir die Erlaubnis, das Boot zu betreten. Bei unserem Boot handelt es sich um die Breva. Sie misst 12 Meter in der Länge und 3.75 m in der Breite und hat eine Durchfahrtshöhe von 2.40 m.

Die Breva wird aussen noch gewaschen, damit sie für uns schön sauber ist.

Einzug auf die Breva

Der Kapitän ist ganz überwältigt von den vielen Hebeli und Instrumenten in seinem Steuerstand.

Auf dem Schiff sieht alles sauber und intakt aus, ausser einer grösseren Wasserlache in der Küche. Wir gehen davon aus, dass die mit der Boots-Reinigung zu tun hat und denken, dass das Wasser schon demnächst trocknen werde.

Im Salon der Breva

Aufgang zur offenen Plicht (links) und Eingang zu den beiden hinteren Schlafzimmern (Mitte)

Im Salon der Breva, Blick nach vorne

Aussen-Steuerstand auf der offenen Plicht

Innensteuerstand im Salon

Nach einer extrem kurzen Einweisung fahren wir los Richtung Sneek Zentrum. Wir brauchen für die Fahrt eine gute halbe Stunde und fahren dabei durch zwei Hebebrücken. Wir finden sofort einen Anlegeplatz im Zentrum und gehen dann erst zwei Velos mieten und dann auf Grosseinkauf im nahegelegenen Poiesz.

Zurück auf dem Boot realisieren wir, dass die Wasserlache in der Küche nicht nur nicht getrocknet, sondern grösser geworden ist. Zudem sind der Spültisch und die Tablare im Schränkchen darunter nass. Wir schauen uns das genauer an und sehen, dass der Wasserhahn in der Küche undicht ist und die Überschwemmung verursacht. Um den Schaden in Grenzen zu halten, müssen wir die Wasserpumpe abschalten und auf den Bezug von Gebrauchswasser verzichten.

Das Wetter ist prächtig, aber eher etwas kühl. Zum Nachtessen fahren wir (mit dem Velo) in eine gemütliche Pizzeria und dann geniessen wir den Abend im Gespräch mit den Boots-Nachbarn bis in die späten Nachtstunden.

Übernachtungsplatz mitten in der Stadt Sneek


Donnerstag, 22.08.2019  -  Sneek - Yachtcharter - Heeg

Am Morgen rufen wir erst Yachtcharter Sneek an, um das Leck unserer Wasserversorgung zu melden. Es wird schnell klar, dass wir für die Reparatur zurück an die Basis fahren müssen. Aber erst gönnen wir uns ein ausgiebiges Frühstück.

Rückfahrt durch Sneek zu Yachtcharter Sneek

Um 11:10 an der Bais angekommen, wartet der Mechaniker schon auf uns. Er wechselt den Wasserhahn aus (gar nicht so eine leichte Aufgabe) und unser Boot ist wieder "trocken".

Jetzt um 12:30 können wir endlich losfahren und unsere Tour in Angriff nehmen. Bei prächtigem Wetter fahren wir zum Prinses-Margriet-Kanal, dann diesem entlang Richtung Süden bis zum Johann Frisokanal. Diesem folgen wir bis nach Heeg.

Auf dem Prinses Margrietkanaal

Auf dem Prinses Margrietkanaal

Auf dem Prinses Margrietkanaal

Auf dem Prinses Margrietkanaal

Einfahrt nach Heeg

Es ist zwar erst Mitte Nachmittag, aber Heeg ist so schön, dass es sich lohnt, hier zu bleiben. Wir machen einen gemütlichen Nachmittag im Jachthaven Eendracht und gehen dann im Restaurant d'Ald Wal etwas Feines essen. Heute schien den ganzen Tag die Sonne.

Hafenrestaurant It Heechhûs beim Jachthafen Eendracht

Die Breva im Jachthafen Eendracht

Restaurant d'Ald Wal in Heeg

Im Bord-Büro spät abends


Freitag, 23.08.2019  -  Heeg - Stavoren - Makkum

Heute wollen wir eine grössere Etappe machen. Wir fahren um 08:30 in Heeg ab. Die Route führt weiter auf dem Johann Frisokanal Richtung Westen über mehrere Seen bis nach Stavoren.

Kurz nach Heeg, Boots-Fahrschule für Kinder

Auf dem Heegemer Meer

In Stavoren fahren wir erst ins Dorf und brunchen dort ausgiebig. Anschliessend geht's wieder etwas zurück bis ans westliche Ende des Johann Frisokanals, dort wo dieser über eine Schleuse ins IJsselmeer mündet. Dort steht auch die elektrisch betriebene Pumpstation Hooglandgemaal, eines der beiden Schöpfwerke, die das überschüssige Wasser aus den Friesischen Gewässern ins IJsselmeer hinaus pumpen.

Wenn man von Stavoren nach Makkum fahren will, geht das am schnellsten auf dem IJsselmeer. Im Gegensatz zu den kleineren Booten von Yachtcharter Sneek, ist unser Boot auf dem IJsselmeer zugelassen. Auch haben wir Pieter, den Geschäftsleiter von Yachtcharter Sneek, vorsorglich um Erlaubnis gefragt, auf dem IJsselmeer fahren zu dürfen. Er hat uns das bis Windstärke 3 zugesagt. Heute ist nur Windstärke 2 und deshalb nutzen wir die Gelegenheit. Wir fahren durch die Schleuse in Stavoren hinaus aufs IJsselmeer. Der Wasserstand ist dort 32 cm höher als im Johann Frisokanal. Also gehts mit Hilfe der Schleuse um soviel aufwärts.

Stavoren, in der Schleuse zwischen dem Johann Frisokanal und dem IJsselmeer

Stavoren, in der Schleuse zwischen dem Johann Frisokanal und dem IJsselmeer

Die Fahrt auf dem IJsselmeer bis vor die Schleuse in Makkum dauert etwa 2.5 Stunden. Es geht nur eine leichte Brise und deshalb ist es sehr ruhig und hat kaum Wellen. Wir fahren genau mit dem Wind und deshalb herrscht für uns praktisch Windstille. Bei dem herrschenden Bilderbuchwetter (ganzer Tag nur Sonne) wird es deshalb auf dem Boot sehr warm.

Auf dem IJsselmeer zwischen Stavoren und Makkum

Auf dem IJsselmeer zwischen Stavoren und Makkum

Auf dem IJsselmeer zwischen Stavoren und Makkum

Makkum, in der Schleuse vom IJsselmeer ins Städtchen

Makkum, unser heutiger Liegeplatz (rechts vor der Trauerweide)

Geschafft von der langen Etappe und der Hitze, aber zufrieden

Um 15:15 treffen wir im Zentrum von Makkum ein. Wir finden sofort einen angenehmen Liegeplatz und machen dort fest. Nach dem Zvieri im Dorf, Einkaufen, Apéro auf dem Boot, Abkühlen im Kanal, Nachtessen im Dorf (Restaurant De Zwaan) verbringen wir den Rest des Abends auf dem Boot.

Makkum, Dorfplatz

Abkühlung im Kanal. Nicht so besonders sauber aber man kann danach ja duschen.

Auch auf dem Nachbar-Boot ist man müde

Im Restaurant De Zwaan zum Nachtessen


Samstag, 24.08.2019  -  Makkum - Bolsward - Wommels

Makkum am Morgen, unmittelbar nach dem Abfahren

Die heutige Etappe führt uns erst nach Bolsward. Dort müssen wir vier Hebebrücken durchqueren. Alle vier werden vom gleichen Brückenwart bedient. Er begleitet uns von Brücke zu Brücke mit seinem Fiets. Am nordöstlichen Dorfrand von Bolsward machen wir Frühstückspause.

Zwischen Makkum und Bolsward

In Bolsward begleitet uns der Brückenwart von Brücke zu Brücke mit seinem Fiets

Nachher geht es durch einen schmalen, wenig befahrenen Kanal mit 2.5 Meter hohen Brücken nach Wommels. Die Brücken sind für unser Boot gerade hoch genug, sodass wir in der Höhe meist noch etwa 10 cm Reserve haben.

Kurz vor Burgwerd

Kurz vor Wommels stelle ich fest, dass mein WC überläuft. Dies ohne gespült oder ein "Geschäft" gemacht zu haben. Es gibt eine mittelgrosse Sauerei, die ich mit Mühe aufputzen muss. Es deutet, darauf hin, dass der Fäkalientank voll ist. Zu Glück hat es in Wommels im Hafen eine Scheissepumpe (offiziell nennt man das Schmutzwasser-Abpump-Station). Nach einigen Schwierigkeiten (Wasser bei der Scheissepumpe nicht tief genug für unser Boot, Schilf-Bewuchs im Bereich der Pumpe, klemmender Deckel des Fäkalientankes) schaffen wir es schwitzend und fluchend die 400 Liter Inhalt des Fäkalientankes abzupumpen. Wir finden es bedenklich, dass man uns ein Boot mit fast vollem Fäkalientank übergeben hat und werden bei der Bootsabgabe noch ein Wörtchen mit dem Vermieter zu reden haben.

Unser Liegeplatz in Wommels

Wommels ist ein kleines Dorf mit einem gemütlichen Hafen. Es gibt ein Café mit 32 Sorten Glace, ein Restaurant namens 't Reade Hynder, einen Metzger, eine Bäckerei und einen kleinen Jumbo-Supermarkt, also eigentlich alles was wir brauchen. Wir machen einen gemütlichen Nachmittag, gehen einkaufen und abends essen wir hervorragend im 't Reade Hynder. Heute schien den ganzen Tag die Sonne.

Wommels, Sonnenuntergang


Sonntag, 25.08.2019  -  Wommels - Berlikum - Oude Leije

Es geht weiter auf der Boalserter Feart Richtung Nord-Osten unter vielen niedrigen und schmalen Brücken durch.

Hier hat es viele Brücken von 2.5 m Höhe

Beim Unterqueren einer 2.5 Meter Brücke fahre ich jeweils vom unteren Steuerstand, weil ich beim oberen am Boden liegend fahren müsste um den Kopf nicht an der Brücke anzuschlagen. Michael sitzt dann oben auf der Treppe und überwacht die Durchfahrt visuell.

Michael stellt sicher, dass wir die Brücke nicht verkratzen

Zwischen Wommels und Leeuwarden, Bahnlinie von Leeuwarden nach Harlingen

Wir münden in den Van Harinxmakanaal, dem wir etwa 4 Kilometer östlich (Richtung Leeuwarden) folgen. Dann fahren wir Richtung Nord-Westen in die Kleiroute Richtung Berlikum. Auch dieser Kanal hat viele Brücken (sehr viele sogar), die für unser Boot grad knapp passen.

Auf der Kleiroute kurz vor Menaldum

Auf der Kleiroute zwischen Menaldum und Berlikum

Zwischen Berlikum und Oude Leije hat es zwei Schleusen, bei denen wir rund 30 cm abgesenkt und nachher wieder angehoben werden.

Schleuse bei Wier.

Zwischen Berlikum und Oude Leije

Steuermann, konzentriert, ruhig und sicher

Profi am Werk

Vrouwbuurtstermolen kurz vor Oude Leije

Unser Liegeplatz im Hafen von Oude Leije

Aude Leije hat einen kleinen, gemütlichen Hafen, wo wir übernachten werden. Zum Znacht gibt es Spaghetti Bolognese auf dem Picknick-Tisch im Hafen. Übrigens: Heute schien den ganzen Tag die Sonne und es war sehr heiss.


Montag, 26.08.2019  -  Oude Leije - Bartlehiem - Aldtsjerk - Leeuwarden

Wahnsinnig, wie die Zeit läuft: Heute ist schon der zweitletzte Fahrtag auf dem Boot und deshalb müssen wir morgen abend schon wieder in Sneek sein.

Heute wollen wir bis Leeuwarden, der Haupstadt Frieslands fahren und wir planen, dort mitten in der Stadt zu übernachten.

Erst fahren wir Richtung Osten nach Bartlehiem. Dort kreuzen wir die Dokkumer Ie und fahren dann weiter nach Osten bis nach Aldtsjerk.

Zwischen Oude Leije und Aldtsjerk

In Aldtsjerk gab es bis vor einem Jahr eine interessante Selbstbedienungsbrücke von 1.4 m Durchfahrtshöhe. Diese ist nun angehoben worden auf eine Durchfahrtshöhe von 2.5 m und der Öffnungsmechanismus wurde entfernt. Somit ist es nun eine ganz "normale" 2.5 m Brücke und wir können nun einfach durchfahren.

Unmittelbar nach dieser Brücke gibt es ein gemütlich aussehendes Eetcafé mit einer schönen Terrasse unmittelbar am Kanal. Dort wollten wir eigentlich frühstücken, aber leider ist heute Montag und das Eetcafé hat am Montag Ruhetag.

Im Hafen von Aldtsjerk legen wir an und wollen nun selbst das Frühstück zubereiten. Da aber in ganz Aldtsjerk kein Brot erhältlich ist, muss ich zuerst ins Nachbardorf Oentsjerk radeln um Brot zu holen. Da es im Boot viel zu warm ist zum Frühstücken, probieren wir das an einem Tischchen im Hafen. Leider ist es auch dort viel zu warm und so können wir heute das Frühstück nicht so richtig geniessen (Schatten ist leider nicht zu finden).

Zwischen Aldtsjerk und Leeuwarden. Im Hintergrund sieht man Hochhäuser der Stadt Leeuwarden.

Nördlicher Stadtrand von Leeuwarden, Einmündung der Bonkefeart in die Dokkumer Ie.

Bei der Noorderbrug lässt uns der Brückenwart mindestens eine Viertelstunde an der brütenden Sonne warten, bis er endlich die Brücke aufmacht. Das wäre ansonsten nicht so schlimm, aber wenn man bei der herrschenden Hitze an der Sonne rösten muss, schwindet entsprechend die Geduld und wir versuchen verzweifelt die möglichen Motive dieses sadistischen Brückenwartes zu ergründen.

Panoramaaufnahme der Noorder Stadsgracht im Zentrum von Leeuwarden

Unsere Breva and der Noorder Stadsgracht im Zentrum von Leeuwarden

Da wir das Restaurant "Café Wouters" am Bahnhof von der Hinreise schon kennen und als sehr gut in Erinnerung haben, fahren wir mit den Velos dorthin zum Zvieri. Beim Glacé schlecken und Kaffee trinken sehen wir auf die Terrasse des Restaurant "Loetje" unmittelbar daneben und kommen dabei zum Schluss, dass dieses auch sehr gut sein muss.

Was liegt nun näher, als abends zum Nachtessen wieder an den Bahnhof zu fahren, diesmal ins Loetje. Es hat sich gelohnt: Wir essen und trinken "erg lekker". Die besten Beizen sind halt meist am Bahnhof zu finden.

Heute schien den ganzen Tag die Sonne.


Dienstag, 27.08.2019  -  Leeuwarden - Grou - Sneek

Der letzte Fahrtag ist angebrochen. Wir müssen in Leeuwarden bis um 09:00 warten, weil die Brücken erst ab dann bedient werden. Dann fahren wir Richtung Süd-Osten aus der Stadt und passieren dabei vier Hebebrücken. Bei der vierten, der Slauerhoffbrug, können wir an den wartenden Segelschiffen vorbei fahren, weil diese auch in geschlossenem Zustand für uns hoch genug ist. Kaum sind wir durch, wird sie aber für die Segelschiffe doch noch geöffnet.

Süd-westliche Ausfahrt aus Leeuwarden, Passage der Verlaatsbrug

Süd-westliche Ausfahrt aus Leeuwarden, im Hintergrund die geöffnete Slauerhoffbrug

Am Van Harinxmakanaal

Wir folgen dem Van Harinxmakanaal Richtung Osten, bis zu seinem östlichen Ende. Dann münden wir in den Prinses Margriet-Kanaal und folgen diesem Richtung Süd-Osten. Für das Frühstück fahren wir in den Princenhof Nationaalpark. Das ist nur ein kleiner Umweg, aber es ist sehr schön dort.

Im Princenhof Nationaalpark, Folkertssleat

Im Princenhof Nationaalpark, Folkertssleat

Trijehúster Sleat, bald wieder im Prinses Margriet-Kanaal

Nun, wieder im Prinses Margriet-Kanaal angelangt, fahren wir fast ohne Halt bis zurück nach Sneek. Einzig im Restaurant De Oude Schouw zwischen Grou und Terherne machen wir noch einen kurzen Halt, um auf der Terrasse etwas zu trinken.

In Sneek fahren wir zum neuen Hafen an der Houkeslootpromenade kurz vor der Oppenhuizerbrug. Dann fahren wir mit den Velos nochmals in die Stadt zum Zvieri und um die Fahrräder zurückzugeben. Zurück zum Boot müssen wir nun zu Fuss.

Auf dem Rückweg zu Yachtcharter Sneek machen wir noch halt an der Entsorgungsstation, wo wir den Fäkalientank nochmals abpumpen, um den Nachmietern ein ähnliches Erlebnis wie wir es hatten, zu ersparen.

Die letzte Übernachtung erfolgt an der Basis bei Yachtcharter Sneek. Michael macht zum Znacht "Strammer Max" und erhält dafür die Auszeichnung von 100 Röbi-Punkten (das ist etwas ähnliches wie Gault-Millau, nur viel aussagekräftiger).

Heute schien den ganzen Tag die Sonne und es war sehr heiss.


Mittwoch, 28.08.2019  -  Sneek Bootsabgabe und Reise nach Amsterdam

Die Bootsabgabe am Morgen erfolgt speditiv und unkompliziert. Wir müssen noch EUR 120.00 für den Diesel bezahlen, den wir in dieser Woche verbraucht haben. Das erscheint uns recht günstig für die gefahrene Strecke mit dem grossen Boot.

Ein Taxi bringt uns zum Bahnhof Sneek, wo unser Zug (ein Stadler GTW) schon wartet um uns nach Leeuwarden zu bringen. Selbstverständlich gehen wir nochmals ins Restaurant "Café Wouters" am Bahnhof um zu frühstücken.

Die Reise mit IC-Zügen von Leeuwarden nach Amsterdam mit umsteigen in Almere Centrum verläuft problemlos. Wir sind schon am frühen Nachmittag in Amsterdam und können sofort im Hotel IBIS Amsterdam Centre einchecken. Michael ruht sich im Hotel etwas aus um sich vom Stress der vergangenen Tage zu erholen. Währenddessen miete ich einen Fiets und fahre damit vier Stunden lang Kreuz und quer durch Amsterdam.

Das Nachtessen nehmen wir wieder gemeinsam ein in der Pizzeria Lucca Due an der Haarlemmerstraat. Nach einem kurzen Spaziergang durch's Zentrum von Amsterdam ist dieser Tag auch schon wieder vorbei. Endlich ist es nicht mehr so heiss.

Amsterdam am Damrak, Rundfahrt-Boote der Rederij Plas

Amsterdam Prins Hendrikkade. Links das Visitor Centre vor der Centraal Station und rechts die Basiliek van de Heilige Nicolaas.


Donnerstag, 29.08.2019  -  Rückreise von Amsterdam

Für heute gibt es nicht viel Interessantes zu berichten: Wir hätten eigentlich einen direkten ICE von Amsterdam Centraal ohne umsteigen bis nach Basel. Dieser fährt pünktlich bis nach Köln. Dort wird er aber wegen einer Ermittlungs-Aktion der Polizei eine ganze Stunde lang aufgehalten. Nachher fährt er mit einer Verspätung von rund einer Stunde weiter.

Es ist geplant, dass dieser ICE nach seiner Ankunft in Basel SBB nur 26 Minuten später wieder direkt nach Amsterdam zurückfahren soll. Daher wird mir schnell klar, dass er heute kaum bis nach Basel fahren wird. Tatsächlich, kurz nach Frankfurt Flughafen werden wir informiert, dass unser ICE heute nur bis Freiburg im Breisgau fahren werde.

In Freiburg angelangt müssen wir etwa 40 Minuten auf einen Regionalzug warten, der dann nach Aufnahme aller verbliebenen ICE-Passagiere komplett überfüllt nach Basel fährt und dazwischen etwa 15 Stationen bedient.

Wir kommen mit etwa zwei Stunden Verspätung nach Hause. Das ist aber schnell wieder vergessen und die angenehmen Erinnerungen an unsere Reise bleiben haften.

Schön war's!


© 2009-2019 Röbi Sturzenegger